Was junge Menschen 2026 wirklich wollen – der scoolio Azubi Report ist da

Azubi Report 2026

Seit Jahren haben wir über den FuturePlan Schülerkalender und die scoolio App einen direkten Draht zu Jugendlichen in ganz Deutschland. Wir hören zu, fragen nach und lassen sie selbst zu Wort kommen. In unseren jährlichen Trend Reports machen wir die Themen, Sorgen und Wünsche der jungen Generation sichtbar – von Schule über Ausbildung bis hin zu Werten, Arbeit und Zukunft.

Für den Azubi Report 2026 haben wir die Ergebnisse der letzten drei Jahre ausgewertet: Wie hat sich die junge Generation verändert, welche Entwicklungen zeichnen sich ab, und wohin blickt sie jetzt?

Zur Datengrundlage: Der Report basiert auf jährlichen Befragungen von über 1.000 Schüler:innen pro Jahr im Alter von 13 bis 17 Jahren aus allen 16 Bundesländern, erhoben über die scoolio App und den FuturePlan Schülerkalender in den Jahren 2023, 2024 und 2025. Die vollständigen Methodenangaben finden Sie im Report.

Eine Generation unter Druck – und trotzdem nicht resigniert

Die letzten Jahre haben Spuren hinterlassen. Pandemie, Krieg, Klimakrise, digitale Reizüberflutung. Für viele junge Menschen ist Unsicherheit kein Ausnahmezustand mehr, sondern Alltag. Und das schlägt sich deutlich in ihren Werten nieder.

Der auffälligste Befund aus drei Jahren Befragung ist eine Verschiebung: Noch 2023 standen Freiheit und Selbstverwirklichung ganz oben auf der Wunschliste. Heute nennen über 75 Prozent der Jugendlichen Stabilität als wichtigsten Lebenswert – mehr als doppelt so viele wie 2023.

75 Prozent der Jugendlichen nennen Stabilität als wichtigen Lebenswert

Das ist kein Widerspruch zu dem, was über die Gen Z erzählt wird. Es ist eine Aktualisierung. Die Werte, die dieser Generation jahrelang zugeschrieben wurden, haben sich unter dem Druck der letzten Jahre gewandelt. Auch die Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026" beobachtet diese Neubewertung von Sicherheit.

Was das nicht bedeutet: Resignation. Diese Generation ist nicht unentschlossen, sondern reflektiert. Nicht faul, sondern vorsichtig. Rund 65 Prozent engagieren sich regelmäßig für soziale oder ökologische Themen, online oder im direkten Alltag.

Gleichzeitig ist die Stimmung vielschichtig. Über 70 Prozent geben an, sich durch Krisen, Nachrichten und Zukunftsthemen emotional belastet zu fühlen. Mentale Gesundheit ist für sie kein Randthema, sondern genauso wichtig wie Gehalt oder Karrierechancen. Die Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026" kommt zu einem vergleichbaren Ergebnis.

29 Prozent der 14- bis 29-Jährigen sehen bei sich einen Bedarf an psychologischer Unterstützung – ein Höchststand.

Was junge Menschen von einem Arbeitgeber wollen

Die Werte dieser Generation haben direkte Konsequenzen für die Berufswahl. Sieben von zehn Jugendlichen möchten in einem Beruf arbeiten, der ihnen Freude bereitet und gesellschaftlich etwas bewirkt. Erfolg bedeutet für sie nicht Status, sondern Zufriedenheit.

72 Prozent der Jugendlichen wollen einen sinnvollen Beruf und Spaß daran

Die Bertelsmann Stiftung kommt in ihren Untersuchungen zur Berufswahl zu vergleichbaren Ergebnissen: Für die große Mehrheit angehender Azubis zählen sinnvolle Aufgaben, ein gutes Betriebsklima und echte Wertschätzung.

Wichtig ist dabei eine Präzisierung, die oft untergeht: Anerkennung ersetzt kein Gehalt. Eine IAB-Befragung zeigt, dass sich 78 Prozent der 16- bis 24-Jährigen vorstellen können, für bessere Bezahlung den Arbeitgeber zu wechseln – häufiger als die mittlere Altersgruppe mit 71 Prozent. Und im Deloitte Gen Z & Millennial Survey 2026 ist finanzielle Sicherheit der meistgenannte Stressfaktor überhaupt.

Die realistische Lesart lautet deshalb: Faires Gehalt entscheidet darüber, ob sich jemand bewirbt. Anerkennung und Teamgefühl entscheiden darüber, ob er oder sie bleibt.

Zitat: Faires Gehalt entscheidet darüber, ob sich jemand bewirbt. Anerkennung und Teamgefühl entscheiden darüber, ob er oder sie bleibt.

Diese Generation ist leistungsbereit – aber sie stellt Bedingungen. Über 60 Prozent wünschen sich eine ausgewogene Work-Life-Balance, fast ebenso viele lehnen starre Hierarchien ab. Fast die Hälfte würde einen Arbeitgeber wechseln, wenn der Job dauerhaft Stress verursacht.

Hinzu kommt ein wachsendes Bewusstsein für Glaubwürdigkeit: 62 Prozent der Jugendlichen lehnen Arbeitgeber ab, die unglaubwürdig wirken – etwa durch Greenwashing oder leere Versprechen über Work-Life-Balance. Jugendliche durchschauen das sofort.

„Junge Menschen bewerben sich nicht auf die besten Angebote, sondern auf die, die sie kennen und denen sie vertrauen."

— Danny Roller, CEO scoolio / Schülernetzwerk Deutschland

Die Lücke, die Betriebe gerade übersehen

Über die Hälfte der Betriebe hat noch keine klar definierte Strategie für digitales Recruiting. Rund zwei Drittel bieten keine mobile Bewerbungsmöglichkeit an.

Gleichzeitig informieren sich über 50 Prozent der Jugendlichen mobil über Ausbildungsangebote. Fast 40 Prozent beginnen ihre Suche mehr als ein Jahr im Voraus.

Zitat: Wer erst sichtbar wird, wenn ein Jugendlicher aktiv auf Jobbörsen sucht, ist bereits zu spät.

Das ist die zentrale Lücke: Wer erst sichtbar wird, wenn ein Jugendlicher aktiv auf Jobbörsen sucht, ist bereits zu spät. Und wer sichtbar ist, aber keine mobile Bewerbung anbietet, verliert genau dort, wo entschieden wird.

Wie Jugendliche heute Informationen suchen

Über 70 Prozent wünschen sich Einblicke in den echten Arbeitsalltag statt Hochglanzkampagnen

Über 70 Prozent nutzen YouTube täglich, rund 60 Prozent TikTok, fast ebenso viele Snapchat oder Instagram. Aber der Umgang hat sich verändert: Begeisterung wird zu Skepsis, Aufmerksamkeit zu Achtsamkeit.

Jugendliche folgen kaum noch großen Influencern. Stattdessen vertrauen sie Nano-Influencern, Freund:innen oder Azubis, die ehrlich von ihrem Alltag erzählen. Zwei Drittel sagen: Authentizität ist wichtiger als Reichweite.

Für Ausbildungsmarketing heißt das konkret: Ein Hochglanzvideo mit Drohnenaufnahmen des Firmengeländes erreicht weniger als ein Azubi, der mit dem Handy erzählt, wie sein Montag wirklich aussah.

Was das für Ihr Ausbildungsmarketing bedeutet

Über 70 Prozent der Jugendlichen wünschen sich Arbeitgeber, die zuhören

Drei Jahre Befragung zeigen deutlich: Wer junge Menschen gewinnen will, muss sie verstehen. Über 70 Prozent wünschen sich Arbeitgeber, die zuhören statt nur zu werben. Fast zwei Drittel lehnen Firmen ab, wenn sie Unglaubwürdigkeit spüren.

Sichtbarkeit entsteht nicht durch Lautstärke, sondern durch Haltung. Jugendliche entscheiden sich nicht für Logos, sondern für Menschen. Authentizität, mentale Gesundheit, soziale Verantwortung und digitale Kompetenz sind die neuen Säulen einer glaubwürdigen Arbeitgebermarke.

Wer diese Werte nicht nur kommuniziert, sondern sichtbar lebt, findet nicht nur Mitarbeitende, sondern Botschafter:innen.

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Der Azubi Report 2026 enthält die vollständige Auswertung unserer Befragungsdaten aus drei Jahren – inklusive Methodenbericht, konkreter Zahlen zu Werten, Mediennutzung, Berufswahlverhalten und Recruiting-Erwartungen sowie Handlungsempfehlungen, die Sie direkt in Ihrer Ausbildungsstrategie umsetzen können.

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Verwendete externe Quellen: Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026" (Schnetzer/Hampel/Kolleck, n = 2.012) · IAB-Befragung zur Bedeutung von Arbeit bei 16- bis 24-Jährigen · Deloitte Gen Z & Millennial Survey 2026 (n = 22.595, 44 Länder) · Bertelsmann Stiftung / IW, 2025: Studie zu Erwartungen an eine attraktive Ausbildung

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Auf unserem Unternehmensblog werden News, Trends und Insights in hilfreichen Artikeln beleuchtet. Interessante und wissenswerte Beiträge geben Ihnen Einblick in die Vorstellungen der Generation Z, neue Möglichkeiten rund um die Unternehmenskommunikation sowie Erfolgsgeschichten unserer Kunden und unserem jungen engagierten Team.

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