29.03.2022

Soll ich die Schule wechseln, oder nicht?

  • Schulwechsel
  • Begründungsschreiben für Schulwechsel
  • Probleme mit der Schule

Es gibt einige gute Gründe, um über einen Schulwechsel nachzudenken. Zum Beispiel schlechte Noten, Unterforderung, Mobbing durch andere Schüler*innen oder auch Lehrer*innen, mit denen du dich nicht verstehst. Ein Schulwechsel sollte jedoch gut überlegt sein. Wann ein Wechsel die richtige Entscheidung ist, erfährst du hier.

junges Mädchen verzweifelt vor einem Laptop Foto von: pexels.com/@olly

Schlechte Noten in vielen Fächern

Hinterfrag es und schau nach, woran es liegt. Ist es, weil du viele Probleme hast und keinen klaren Gedanken fassen kannst? Dann brauchst du Hilfe, um die Probleme zu lösen, aber keinen Schulwechsel. Wende dich hier an deine Eltern, eine/n Vertrauenslehrer*in oder eine Beratungsstelle. Ein weiterer Grund für schlechte Noten kann auch sein, dass du allein nicht gut lernen kannst, oder dir das Lernen schwerfällt. Hier hilft es schon, wenn du Nachhilfepartner*innen findest und ihr euch gegenseitig unterstützt. Du findest jede Menge Nachhilfeangebote in der scoolio App. Dir fällt das Lernen einfach schwer? Wir haben uns ein paar Lernmythen genauer angeschaut und klären auf (https://www.scoolio.de/besser-in-der-schule-werden/lernmythen). Wenn du wirklich überfordert bist, dann musst du handeln! Mach dir nicht länger Sorgen oder Vorwürfe und sprich mit deinen Eltern und deinem/deiner Klassenlehrer*in über einen Schulwechsel. Gerade dein/e Klassenlehrer*in kann gut einschätzen, wie es für dich schulisch weitergehen kann.

Unterforderung

Für deine gute Leistung musst du dich nicht schämen. Sprich mit deinen Eltern, deinem/deiner Klassenlehrer*in darüber, dass du alles mit links schaffst. Eine Alternative kann eine höhere Schulform, aber auch das Überspringen einer Klasse sein. Lass dir Zeit mit der Überlegung, denn es geht nicht nur um die Leistung, sondern auch darum, dass du dich in deiner Klasse wohlfühlst.

Peinliches Erlebnis

Ein peinliches Erlebnis kann sein, dass du dich zum Beispiel vor der Klasse übergeben hast oder dass im Sport etwas von dir zu sehen war, was du nicht wolltest. Dies ist super peinlich, aber kein triftiger Grund für einen Schulwechsel. In diesem Falle hilft nur, lache mit den anderen mit. Sie haben es schneller vergessen, als du denkst. Anders ist es bei Nacktfotos oder Nacktvideos. Dies kann so demütigend sein, dass nur ein Schulwechsel wieder einen normalen Alltag ermöglicht. An deiner neuen Schule weiß niemand davon. Da deine Eltern allerdings einem Schulwechsel zustimmen müssen, musst du mit ihnen darüber sprechen.

Mobbing

Dies kann ein Grund für einen Schulwechsel sein. Hier wäre es allerdings besser, wenn die Schule sich darum kümmert, dass das Mobbing aufhört. Es gibt die Möglichkeit, Fachleute zu engagieren, die spezielle Kurse machen und Mobbing und Gewalt thematisieren. Dies hat schon oft geholfen, sodass Schüler*innen nicht die Schule verlassen mussten.

Der Schmerz über körperliche oder seelische Verletzungen zu sprechen, ist sehr groß. Doch es ist wichtig, dass du deinen Eltern oder auch deinem/deiner Vertrauenslehrer*in klarmachst, wie sehr es dich belastet. Passt gemeinsam auf, dass sie Sache nicht runterspielt wird. Das bringt alles nichts? Dann wechsle die Schule!

Probleme mit Lehrer*innen

Dies kann ein Grund sein, die Schule zu wechseln. Strenge oder unsympathische Lehrer*innen hat wohl jede*r. Da muss man einfach durch. Aber es gibt Grenzen. Wenn ein*e Schüler*in mehr unter den Schikanen eines Lehrers oder einer Lehrerin leidet, als andere, dann sprich mit deinen Mitschüler*innen, ob sie deinen Eindruck bestätigen. Diese Bestätigung ist wichtig, weil sie die Zeugen sind, wenn es bei der Schulleitung gemeldet wird. Wenn die Schulleitung dir keine Rückendeckung gibt, kann ein Schulwechsel die richtige Lösung sein.

Lass dir aber auf keinen Fall rassistische Äußerungen und sexuelle Belästigung gefallen. Wenn so etwas passiert, dann sollte der Lehrer/die Lehrerin von der Schule gehen und nicht der/die betroffene Schüler*in.

Bedingungen für einen Schulwechsel

Um die Schule zu wechseln, brauchst du die Zustimmung deiner Eltern. Es ist notwendig, sich für einen Schulplatz an einer anderen Schule zu bewerben. Leben die Eltern getrennt, müssen beide Eltern dem Schulwechsel zustimmen und den Antrag unterschreiben (Voraussetzung: beide haben geteiltes Sorgerecht).

Begründungsschreiben für einen Schulwechsel

Da das Schulamt nicht immer weiterhilft, sollte man die eigene Zukunft selbst in die Hand nehmen und sich auf die Suche machen. Neben dem Bewerbungsschreiben solltest du auch deinen Lebenslauf und bisherige Zeugnisse mitschicken.

Achte darauf, dass du bei deinen Formulierungen sachlich bleibst und nicht emotional wirst. Folgende Inhalte sollten Bestandteil sein:

Einleitung Starte mit der Ansprache von Schulleiter*innen und schreibe kurz, dass du dich für einen Schulplatz für das kommende Schuljahr bewerben möchtest. Es ist außerdem wichtig, dass du direkt zu Anfang erwähnst, welche Schule und Klasse du besuchst.

Hauptteil Im nächsten Abschnitt thematisierst du, warum du die Schule wechseln möchtest. Hier solltest du absolut ehrlich sein. Selbst wenn du Blödsinn gemacht hast, solltest du dies mit reinschreiben und erklären, dass du dich in Zukunft ändern willst.

Schlussteil Erwähne im letzten Absatz noch einmal, wie wichtig dir dieser Neustart auf genau der Schule ist und dass du dich über eine positive Rückmeldung freuen würdest.

Wir wünschen dir viel Glück und Kraft, dass du deinen Weg gehen wirst, damit auch dir die Schule wieder Spaß bringt. Viel Erfolg!



Autor: Team scoolio


Weiterführende Quellen:

https://www.bravo.de/dr-sommer/wann-ein-schulwechsel-hilft-265673.html
https://www.gutefrage.net/frage/problem-mit-schulleiter---wohin-kann-man-sich-wenden
https://www.familie.de/schulkind/schulwechsel-manchmal-noetig-fuer-einen-neustart/
https://jurarat.de/wie-bewirbt-man-sich-um-einen-schulplatz

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